Post-Holiday-Syndrom: Das Tief nach den Feiertagen überwinden

Post-Holiday-Syndrom: Das Tief nach den Feiertagen überwinden

Tief nach den Feiertagen

Ungefähr ab der dritten Dezemberwoche macht sich die Weihnachtsstimmung auch im Arbeitsleben bemerkbar. Mit den Gedanken ist man noch bei den letzten Besorgungen, einige Weihnachtsfeiern stehen an, Kunden und Geschäftspartner sind immer schwieriger zu erreichen und die Energie und Arbeitsmotivation gehen zurück. Viele lassen die Arbeit während der Feiertage völlig liegen, um die Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen und sich ein paar Tage Ruhe und Entspannung zu gönnen.

Doch dann ist er da, der erste Arbeitstag im neuen Jahr. Nach ein oder zwei Wochen Pause und völligem Abschalten heißt es nun wieder in den Arbeitsmodus zu wechseln. Wenn Sie sich träge und unmotiviert fühlen, sind Sie damit nicht allein. Das Post-Holiday-Syndrom existiert nicht ohne Grund und zum Glück gibt es einige Dinge, die wir dagegen tun können.

Schauen Sie nach vorn

Es ist normal, dass man am Ende eines Jahres zurückschaut und das vergangene Jahr Revue passieren lässt. Auf einige Errungenschaften wird man stolz sein, doch mit Sicherheit wird es auch Dinge geben, die man lieber anders gemacht hätte. Sich an Misserfolge und falsch eingeschlagene Wege zu erinnern kann entmutigend sein. Und vor allem zu Beginn eines neuen Jahres kann es passieren, dass wir uns in einem Gedankenkreislauf darüber verfangen, was wir in unserem Leben alles falsch machen. Dies wiederum kann Ängste und depressive Verstimmungen verursachen und unsere Motivation untergraben.

Deshalb ist es wichtig, nach einem kurzen Rückblick und einer Analyse des vergangenen Jahres aus dem Gedankenkreislauf der Vergangenheit auszubrechen und sich auf die Zukunft zu konzentrieren. Setzen Sie sich auf der Grundlage Ihrer Erkenntnisse neue Ziele und sehen Sie diese als Herausforderungen an, die Sie im neuen Jahr angehen und meistern können. Der Blick nach vorne und die Suche nach neuen Möglichkeiten für Erfolg werden Ihnen die nötige Energie geben, um das neue Jahr voller Tatendrang und Motivation zu beginnen.

Seien Sie konkret und realistisch

Wenn wir uns Vorsätze für das neue Jahr machen, neigen wir dazu, unsere Ziele viel zu hoch anzusetzen und dabei sehr abstrakt zu bleiben: „Im nächsten Jahr möchte ich produktiver sein/ mich mehr um meine Gesundheit kümmern/ mit dem Rauchen aufhören …“. Statt uns zu motivieren, können solche abstrakten Ziele uns im Gegenteil sogar paralysieren. Sie sind einfach zu groß und unkonkret, sodass wir nicht genau wissen, was wir tun sollen, um sie zu erreichen.

Stattdessen sollten wir unsere Ziele deshalb in konkrete, umsetzbare Handlungen übersetzen, die wir in unseren Kalender eintragen können und die uns am Ende zum gewünschten Resultat bringen.

Zum einen müssen wir uns so damit auseinandersetzen, was erforderlich ist, um unser Ziel zu erreichen. Vielleicht stellen wir beispielsweise fest, dass wir noch nicht wissen, welche Schritte wir gehen müssen, oder dass einige Schritte Kompetenzen erfordern, die wir noch erlernen müssen. Aus diesen Erkenntnissen können wir dann konkrete Handlungen ableiten, wie zum Beispiel das Aufsuchen eines Mentors oder eines Coaches.

Zum andern sind wir gefordert, die neugeplanten Handlungen in unseren womöglich bereits dicht bepackten Kalender zu platzieren. Während unkonkrete Ziele gar nicht erst in den Kalender eingetragen werden können und so im Alltagsstress untergehen, werden wir für konkrete Handlungen, die wir zeitlich terminieren, den nötigen Platz im Kalender schaffen müssen. Andere evtl. weniger wichtige Aufgaben müssen gestrichen, verschoben oder delegiert werden. Wir gewinnen die Kontrolle über unsere Prioritäten und können selbstbestimmt den Weg unserer Vorsätze gehen.

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Vergleichen Sie sich mit anderen – aber richtig

Eine weitere Quelle für das Post-Holiday-Syndrom birgt der Vergleich mit anderen Menschen.

Wir Menschen bewerten Dinge nicht auf einer objektiven Skala. Stattdessen beurteilen wir unseren Erfolg im Vergleich zu einem subjektiven Standard, häufig indem wir uns mit jemand anderem vergleichen.

In der Psychologie werden zwei Arten des sozialen Vergleichs unterschieden. Der Aufwärtsvergleich beinhaltet, dass wir uns mit jemandem vergleichen, der in einem bestimmten Bereich besser ist als wir. Beispielsweise treffen wir einen alten Schulfreund, der sich das Auto gekauft hat, das wir schon immer haben wollten. Oder unser bisher gleichgestellter Arbeitskollege wird befördert. Aufwärtsvergleiche zeigen uns, was wir im Vergleich zu anderen Menschen nicht haben, sei es Geld, Ansehen oder Beziehungen, weshalb sie uns schlecht fühlen lassen. Abwärtsvergleiche dagegen geben uns ein gutes Gefühl über uns selbst und unsere Situation, weil wir sehen, dass Andere es schlechter haben oder weniger gut sind als wir.

Tatsächlich aber sind beide Arten des Vergleichs schlecht für unsere Motivation: Wenn wir sehen, dass es anderen Menschen besser geht als uns, dann sind wir frustriert und entmutigt. In einer Zeit, in der wir überwiegend nur penibel ausgewählte Inhalte des Lebens anderer Menschen auf ihren Profilen in sozialen Netzwerken sehen, sind wir für dieses Problem besonders anfällig. Wir glauben, dass die meisten Menschen ihr Leben besser auf die Reihe kriegen als wir, was dazu führen könnte, dass wir einfach nur aufgeben und uns gehen lassen möchten.

 Führen wir dagegen Abwärtsvergleiche durch, so fühlen wir uns gut, sind stolz auf unsere Leistung und häufig sogar selbstgefällig. In diesem Fall mangelt es uns an Motivation, weil wir keinen Grund dafür sehen, uns überhaupt noch verbessern zu müssen.

Der Vergleich, der Sie motivieren wird

Soziale Vergleiche werden wir niemals abstellen können, aber es liegt in unserer Hand, sie so zu leiten, dass sie uns motivieren. Beispielsweise ist es viel wirkungsvoller, sich für den Vergleich jemanden auszuwählen, der in einem bedeutsamen Bereich nur ein bisschen besser ist als wir selbst. Der geringe Abstand ermöglicht es uns zu erkennen, welche Handlungen erforderlich sind, um das Level der anderen Person zu erreichen, und das wiederum gibt uns die nötige Motivation, diese Handlungen auch umzusetzen.

Eine andere wirkungsvolle Möglichkeit ist es, sich statt mit anderen Menschen mit seinem früheren Ich zu vergleichen. Schauen Sie sich Ihren Lebensweg an. Auch wenn Sie nicht alle Ihre Ziele erreicht haben, so haben Sie sich dennoch auf jeden Fall verbessert. Lassen Sie sich durch diese Erkenntnis über Ihr eigenes Wachstum zu neuen Höhen anspornen.

Fazit

Wir alle wollen das Jahr mit neuer Motivation und Tatendrang beginnen. Nichtsdestotrotz starten wir in den Januar häufig mit Blick in die Vergangenheit und fühlen uns unwohl und entmutigt durch Gedanken über das, was wir nicht erreicht haben. Doch mit nur einigen wenigen Veränderungen in unserer Perspektive können wir begeistert und motiviert das neue Jahr beschreiten.

Noch mehr Tipps, um motivierter und glücklicher durchs Leben zu gehen, finden Sie in diesem Blogbeitrag.

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