So helfen Sie Ihrem Kind, ein Mensch mit gesundem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu werden

So helfen Sie Ihrem Kind, ein Mensch mit gesundem Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu werden

Ein starkes Selbstwertgefühl gehört zu den wichtigsten Dingen, die Sie Ihrem Kind schenken können. Denn je stärker das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, desto leichter, entspannter und erfolgreicher wird Ihr Kind später durchs Leben gehen.

Den Grundstein hierfür legen insbesondere Sie als Eltern durch Ihre Erziehung. Diese entscheidet maßgeblich darüber, ob sich Ihr Kind zu einer starken und selbstbewussten oder aber einer schwachen und unsicheren Persönlichkeit entwickelt. Deshalb ist es umso wichtiger, sich als Eltern die eigene Rolle in der Erziehung bewusst zu machen und sie aufbauend zu gestalten.

Die traurige Wahrheit ist aber auch, dass viele Eltern ihre Kinder basierend auf ihren eigenen Unsicherheiten und Minderwertigkeitskomplexen erziehen und so diese Unsicherheiten an ihre Kinder weitergeben.

Und damit sind wir beim ersten Punkt:

1. Machen Sie sich bewusst, dass Sie das Vorbild Ihres Kindes sind

Es schaut zu Ihnen auf und wird unbewusst übernehmen, was Sie ihm vorleben, wie Sie miteinander und mit anderen umgehen. Kinder ahmen nach. Sie beobachten, imitieren, schlüpfen immer wieder gerne in die Vater- oder Mutterrolle. Sie halten uns Eltern den Spiegel vor! Insofern müssen sich Eltern dieser Rolle als Vorbild immer bewusst sein.

Und damit liegt es auf der Hand: Sind Sie selbstbewusst und mit starkem Selbstwertgefühl ausgestattet, werden Sie dies auch automatisch bei Ihren Kindern fördern und ihnen als positives Vorbild dienen.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Um es mit den Worten von Frederick Douglass auszudrücken: Es ist einfacher starke Kinder zu erziehen, als gebrochene Menschen zu reparieren. Seien Sie sich also bewusst, dass dies ein langer Weg ist. Doch wenn Sie sich über Ihre destruktiven Ansichten und Verhaltensweisen im Klaren werden, sie tagtäglich hinterfragen und an ihnen arbeiten, werden Sie, auch wenn es bei Ihnen selbst Zeit brauchen wird, Ihre gewonnenen Erkenntnisse nutzen können, um Ihre Kinder zu starken Persönlichkeiten zu erziehen.

2. Fördern Sie die Stärken Ihres Kindes

Etliche Studien zeigen: Wird der Fokus auf die Stärken des Kindes gerichtet, so entwickelt es sich positiv. Wird ständig nur über seine „Schwächen“ gesprochen, kommt es immer mehr zu Problemen und das Selbstbewusstsein des Kindes sinkt.

Dabei machen wir es bei Babys noch intuitiv richtig. Wir reagieren auf alles Positive und freuen uns über jeden kleinen Fortschritt, während schlaflose Nächte und unaufhörliches Geschrei schnell vergessen sind.

Doch mit der Zeit richtet sich der Fokus leider immer mehr auf die Schwächen und Fehler, auf „richtig“ oder „falsch“. Wo gibt es Schwierigkeiten, wo ist das Kind weniger gut als andere Kinder, wie kann man es in diesen Bereichen fördern? Für die Zukunft Ihres Kindes ist es doch völlig egal, ob es mit 5 Jahren besser oder schlechter malt als andere Kinder, ob es später eine 4 oder eine 2 in Mathe hat. Wenn Mathe nicht zu den Stärken Ihres Kindes gehört, dann ist das doch völlig in Ordnung.  Wo hat es denn seine Stärken? Unterstützen und fördern Sie Ihr Kind in dem, was es kann und mag. Helfen Sie Ihrem Kind dabei, seine Stäken auszuleben und zu entwickeln. Sie und Ihr Kind gegen den Rest der Welt! Helfen Sie Ihrem Kind, sich aufgrund seiner Stärken gut und stark und nicht aufgrund seiner Schwächen schlecht und schwach zu fühlen.

3. Reagieren Sie statt zu zwingen

Es gibt einen großen Unterschied zwischen „reagieren“ und „zwingen“. Reagieren bedeutet, seinem Kind Wege aufzuzeigen und die Möglichkeit zu geben, eigenen Interessen und Neigungen nachzugehen. Einfach mal zu machen und sich zu entwickeln, aber auch Dinge wieder aufzugeben, um dann wieder etwas Neues auszuprobieren. Zwingen bedeutet, seinem Kind die eigenen Interessen zu oktroyieren. „Ich habe Tennis gespielt, also spielst Du auch Tennis!“ Ihr Kind möchte aber lieber Fußball spielen.

Zu reagieren bedeutet deshalb, Ihr Kind schon früh zu ermutigen, seinen Interessen und Ambitionen – nicht aber Ihren eigenen – nachzugehen und es hierbei zu unterstützen.

Hören Sie Ihrem Kind zu, beobachten Sie es und finden Sie heraus, was ihm wirklich Spaß macht. Unterstützen und fördern Sie es in diesen Bereichen. Versuchen Sie nicht, ihm irgendetwas aufzuzwingen. Nur wenn Ihr Kind Dinge tut, die ihm Spaß machen und liegen, in denen es Erfolge und Glücksmomente erfährt, wird sein Selbstbewusstsein und seine innere Stärke steigen.

4. Öffnen Sie Türen für neue Erfahrungen

Sie als Eltern haben die Verantwortung, Ihrem Kind die Möglichkeit zu geben, die Welt kennenzulernen und neue Erfahrungen zu sammeln. Ganz gleich ob im Haushalt, beim Spielen oder im Sport zeigen Sie, dass Sie es ihm zutrauen, damit zurecht zu kommen und machen Sie Mut, es wieder zu probieren, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Auf diese Weise werden Sie ihm dabei helfen, das nötige Selbstvertrauen zu entwickeln, um in einer größeren Welt zurechtzukommen.

Wenn Sie Ihr Kind mit neuen Dingen vertraut machen, erlauben Sie ihm zu lernen, dass es alles schaffen kann, egal wie beängstigend und anders etwas erscheinen mag.

5. Betrachten Sie Fehler als Möglichkeiten zum Lernen

Aus Fehlern zu lernen steigert das Selbstbewusstsein. Jedoch nur dann, wenn Sie als Eltern Fehler als Möglichkeit zum Lernen und Wachsen ansehen.

Seien Sie nicht überfürsorglich. Erlauben Sie Ihrem Kind hin und wieder zu versagen und helfen Sie ihm zu verstehen, wie es die Aufgabe beim nächsten Mal besser lösen kann. Seien Sie Partner Ihres Kindes und nicht Kritiker. So wird ihr Kind lernen, keine Angst vor Fehlern zu haben.

6. Verschenken Sie Liebe und Vertrauen

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie es liebhaben und akzeptieren, so wie es ist. Vergleichen Sie es auf keinen Fall mit anderen Kindern. Stellen Sie nicht seine Leistungen in den Mittelpunkt, sondern zeigen Sie ihm, dass Sie sich einfach darüber freuen, dass es da ist und Ihr Leben bereichert.

Geben Sie Ihrem Kind das Gefühl, von Ihnen bedingungslos geliebt und gewollt zu sein.

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